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2004-142-
Selbsterziehung - Jugendstrafvollzug in der DDR
von Reitel, Axel

Mitteldeutscher Rundfunk 2003 [54'/49MB]

Feature (Alltag, Dokumentation, Interview)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Bernhard, Henry
Bearbeitung:
Übersetzung aus dem: -> unzutreffend oder unbekannt
Sprecher: Susanne Barth, Axel Wandtke u.a.

Drei ehemalige politische Jugendstrafgefangene - drei gleiche und doch verschiedene Fälle. Stephan, Robby und Ralf sprechen erstmals über ihre Erfahrungen in der Jugendstraffvollzugsanstalt Halle. Jeder der drei wurde im Alter zwischen 15 und 16 Jahren wegen versuchter Republikflucht inhaftiert. Das Jugendhaus Halle galt zur damaligen Zeit als modernster Jugendstrafvollzug der DDR. Äußerlich dem Neubaugebiet "Frohe Zukunft" angepasst, fanden darin dennoch die DDR-üblichen Strafvollzugsmaßnahmen statt. Das wirkliche Übel für die Jugendlichen bestand in der ausführlich praktizierten Selbsterziehung, dem Antrainieren von "Ordnung, Disziplin und Sauberkeit" im Kollektiv-Maßstab. Dies wurde in die Hände sogenannter Ordner, Gruppenältester und Aktivmitglieder gelegt, die selbst Gefangene waren. Das Resultat war vor allem die Unterdrückung körperlich Schwacher. Nötigungen, auch sexueller Natur, waren an der Tagesordnung. Seitens der Leitung wurde nur eingegriffen, wenn die Gewalttat "draußen" bekannt wurde. Die persönliche Sicht der drei ehemaligen Häftlinge wird komplettiert durch bisher unveröffentlichte Dokumente aus den Akten des Jugendhauses.

Anmerkung:

Personen (wahr):
Personen (fiktiv):
Geographischer Bezug: Europa, Deutschland, DDR