Home | Recherche | Hilfe | FAQ | Links | Gästebuch | Forum | Statistik | Kontakt
 
 
2001-071-
Sofies Welt
von Gaarder, Jostein

Mitteldeutscher Rundfunk, Südwestfunk 1995 [333'/305MB]Bewertung

Kinder- oder Jugendhörspiel (Weltanschauung)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Kirste, Hartmut
Bearbeitung: Richard Hey (Bearbeitung), Peter Zwetkoff (Musik)
Übersetzung aus dem: Norwegischen
Sprecher: Matthias Habich, Gunda Aurich, Christoph Bantzer, Ulrike Bleifert u.a.

1. Kapitel: "Der Garten Eden" (25 Min)
Als die vierzehnjährige Sofie von der Schule nach Hause kommt, findet sie einen anonymen Brief im Briefkasten, auf dem nur eine Frage steht: "Wer bist du?". Wenig später folgt ein zweiter Brief mit wieder nur einer Frage: "Woher kommt die Welt?". Schließlich taucht auch noch eine Postkarte auf, die ein UN-Major seiner vierzehnjährigen Tochter Hilde Möller-Knag zum Geburtstag schickt - über Sofies Adresse. Doch Sofie kennt keine Hilde Möller-Knag und steht damit vor einem weiteren Rätsel. Und als ob das nicht genug wäre, schickt ihr ein Unbekannter wenig später einen dicken Briefumschlag mit der Aufschrift: "Philosophiekurs... Muß mit großer Vorsicht behandelt werden...".

2. Kapitel: "Von nichts kommt nichts" (25 Min)
Der rätselhafte Philosophiekurs wird fortgesetzt. Sofie sucht den Urstoff, der hinter allen Veränderungen in der Natur auf der Lauer liegt und findet die Antwort auf die Frage, warum Legosteine das genialste Spielzeug der Welt sind. Doch was haben die griechischen Naturphilosophen mit Hilde Möller-Knag zu tun, die am selben Tag Geburtstag hat wie Sofie und deren Schal sie unter ihrem Bett findet? Und wer verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Philosophielehrer?

3. Kapitel: "Talk-Show im alten Athen" (25 Min)
Sofie lernt unverhofft den Überbringer der philosophischen Briefe kennen und erfährt, was Philosophie und Hebammenkunst miteinander zu tun haben. Auf einer 2400 Jahre alten Videoaufnahme, die sie in ihrer geheimen Höhle findet, stellt sich ihr Philosophielehrer als Alberto Knox vor und führt sie über die Akropolis. Unter Mißachtung aller Naturgesetze macht er Sofie mit Sokrates und Platon bekannt. Sofie muß erfahren, daß es leichter ist, eine Antwort auf Platons Frage zu finden, wieso alle Pferde gleich sind, als ihren Philosophielehrer im Wald aufzuspüren.

4. Kapitel: "Pferde in den Pferdestall" (25 Min)
Auf der Suche nach ihrem Philosophielehrer entdeckt Sofie eine einsame Hütte an einem See mitten im Wald - das Versteck von Alberto Knox! Dort findet sie einen neuen philosophischen Brief. Aber was hat es mit dem verzauberten Spiegel auf sich, aus dem ihr Spiegelbild ihr mit beiden Augen zuzwinkert? Und warum liegt die Brieftasche von Hilde Möller-Knag auf der Kommode? Sofie flüchtet nach Hause und beginnt eine ganz einmalige Aufräumaktion, an der Aristoteles schuld ist.

5. Kapitel: "Ein Funken vom Feuer" (25 Min)
Alberto verhilft Sofie zu einem mystischen Erlebnis, in dessen Verlauf sie über die Steppen Afrikas schwebt. Doch weil die Rätsel um Alberto und Hilde dadurch nicht gelöst werden, macht sie sich mit ihrer Freundin Jorunn noch einmal auf den Weg zu der Hütte im Wald. Als Jorunn in der Hütte einen Stapel Ansichtskarten an Hilde Möller-Knag entdeckt, die ihr Vater aus dem Libanon über Albertos Adresse geschickt hat, muß Sofie sie wohl oder übel in ihre Geheimnisse einweihen.

6. Kapitel: "Die zehn Stunden des Mittelalters" (25 Min)
Sofie trifft ihren Philosophielehrer morgens um vier in einer alten Kirche und erfährt von den dunklen Stunden des Mittelalters und den Visionen der Nonne Hildegard, der Sophia, die weibliche Seite Gottes, erschienen ist. Kann Sofie Hilde erscheinen? Und was meint der UN-Major, wenn er schreibt, daß für Hilde nicht dieselbe Zeit vergehen muß wie für Sofie? Hat Alberto recht, wenn er behauptet, daß sie langsam von Hildes Vater umzingelt werden? Sofies Gegenwart ist kaum erhellender als die Finsternis des Mittelalters - und ausgerechnet jetzt muß sie auch noch Hildes Goldkreuz unter ihrem Kopfkissen finden.

7. Kapitel: "Kompaß, Schießpulver und Buchdruckerkunst" (22 Min)
Der Hund Hermes führt Sofie in die Dachwohnung ihres Philosophielehrers und zur Philosophielektion über die Renaissance. Sofie entdeckt das Gesetz der Schwerkraft und verblüfft damit Alberto. Aber was hilft es, fast so genial wie Galilei zu sein und zu wissen, warum der Mond nicht auf die Erde fällt, wenn man nicht dahinterkommen kann, wieso ein UN-Major dauernd rätselhafte Geburtstagskarten über Sofie an seine Tochter schickt? Alberto schwört, daß er nicht Hildes Vater ist, aber warum sagt er "Hilde" zu Sofie?

8. Kapitel: "Unregelmäßige Perle mit Computervirus" (23 Min)
Mit Hilfe des Computerprogramms Laila versucht Sofie, den UN-Major ausfindig zu machen. Doch Laila verfügt über keine Informationen. Stattdessen meldet sich ein Geburtstagsvirus von Hildes Vater auf der Festplatte. Schließlich kann nur noch der Philosoph Spinoza weiterhelfen, der Sofie auf den Gedanken bringt, daß Hildes Vater womöglich Alberto und sie selbst von innen lenkt. Was sagt ihr Philosophielehrer dazu? - "Nichts kann ausgeschlossen, aber alles muß bezweifelt werden."

9. Kapitel: "Schwarze Billardkugeln, weiße Billardkugeln" (23 Min)
Einen Tag vor Sofies und Hildes Geburtstag spitzen die Ereignisse sich zu. Der Major bringt Hermes zum Reden und läßt ein Geburtstagsflugzeug starten. Durch Alberto lernt Sofie die englischen Empiristen kennen und findet bei dem Philosophen Berkeley den Schlüssel zu allen Rätseln. Sind Alberto und sie gar keine Menschen aus Fleisch und Blut sondern nur Phantasieprodukte des Majors? Und Hilde ist die, an die der Major sich mit seinen Phantasien wendet? Oder ist alles vielleicht nur ein böser Traum?

10. Kapitel: "Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit" (25 Min)
Am Morgen ihres 15. Geburtstags findet Hilde ein ganz besonderes Geschenk von ihrem Vater auf dem Nachttisch: einen großen Ordner mit dem Titel "Sofies Welt". Neugierig beginnt sie zu lesen und hört bis zum Abend nicht mehr auf. Sie erfährt von Sofie und Alberto und ihren Philosophielektionen, davon, wie sie durch Berkeley hinter das Geheimnis ihrer Existenz kommen und wie sie einen Plan fassen, um dem Major zu entwischen. Denn eines ist sicher: Ganz so leicht wie sich ihr Vater das gedacht hat, lassen sich Sofie und Alberto nicht zu Phantasieprodukten degradieren.

11. Kapitel: "Gefärbte Brillengläser der Vernunft" (23 Min)
Unter Zuhilfenahme von Kant arbeiten Sofie und Alberto weiter an einem Plan, wie sie den Major austricksen können. Solange sieben und fünf zwölf ergibt, bleibt Alberto zuversichtlich, auch wenn der Major immer dreister in ihre Wirklichkeit eingreift. Ein Glück, daß er langsam müde wird und mit seinem Geburtstagsgeschenk unter Zeitdruck gerät. Da können sich Fehler einschleichen... Und vielleicht kann ja auch Hilde helfen, wenn sie es ihr nur deutlich genug zu verstehen geben?

12. Kapitel: "Der Weltgeist geht um im bankrotten Europa" (23 Min)
Hilde beschließt, Sofie und Alberto beizustehen und ihrem Vater einen Denkzettel zu verpassen, wenn er zur Johannisnacht aus dem Libanon heimkommt. Alberto sucht zwischen den Zeilen des Majors nach einem Ausweg aus der geistigen Gefangenschaft und erzählt von Hegel, Kierkegaard und Marx. Während Hilde so gefesselt ist, daß sie fast ihre Mutter verhungern läßt, ärgert sich Sofie über Frauenfeindlichkeit und Kapitalismus und darüber, daß Alberto ihr seinen Plan nicht verraten will.

13. Kapitel: "Ein Boot zieht gen-beladen durch das Leben" (23 Min)
Alberto und Sofie sind philosophisch mittlerweile bei Darwin angelangt und Hilde sieht sich mit den Fragen konfrontiert, ob die beiden mehr sind als elektromagnetische Impulse im Gehirn ihres Vaters und sie etwas anderes als eine Anhäufung von Makromolekülen. Sofie übt sich derweil in Traumdeutung und entdeckt echt Freudsche Motive, ohne dabei ihr philosophisches Gartenfest aus den Augen zu verlieren, das am selben Abend stattfinden soll, an dem der Major nach Hause kommt.

14. Kapitel: "Zwischen Müll und Edelsteinen" (23 Min)
Während Hilde weiter darüber nachgrübelt, ob Sofie und Alberto tatsächlich existieren, ist Sofies Gartenfest in vollem Gang: Jorunn übt küssen, die übrigen Gäste schmeissen mit Hähnchenknochen und der Philosophielehrer kündigt sich mit Bollerschüssen an. Nach Albertos fulminanter Rede über das tiefste Geheimnis des Daseins und die Erkenntnis, daß ihrer aller Leben sich nur im Bewußtsein eines Majors abspielt, erreicht das Fest seinen Höhepunkt. Alberto und Sofie nutzen die Gelegenheit und machen sich aus dem Staub - so heimlich, daß nicht einmal der Major ihr Verschwinden bemerken kann.

15. Kapitel: "Kontrapunkt im Sternenstaub" (24 Min)
Alberto und Sofie sind aus dem Buch des Majors verschwunden und befinden sich in der Welt der Unsichtbaren mit ihren sehr gewöhnungsbedürftigen Gesetzen. Während der Major endlich einen Denkzettel verpaßt bekommt, der ihm eine ziemlich unruhige Heimreise beschert, machen sich Sofie und Alberto in einem roten Sportwagen auf den Weg zu Hilde. Als Hilde und ihr Vater sich wiedersehen, sind Sofie und Alberto als unsichtbare Zuschauer dabei und zumindest Hilde ist sich an diesem Abend endlich sicher, daß es die beiden wirklich gibt.

Anmerkung: Wunderbare Geschichte - wunderbar produziert!
Siehe auch: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile - der Werkstattbericht zu dieser Hörspielproduktion.

Personen (wahr):
Personen (fiktiv): Sofie, Alberto Knox
Geographischer Bezug: