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2004-057-
Landleben - ein Traum
von Linder, Christian

Deutschlandfunk 2004 [50'/45MB]

Feature (Geschichte, Weltanschauung)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Zenke, Thomas
Bearbeitung:
Übersetzung aus dem: -> unzutreffend oder unbekannt
Sprecher: Kerstin Fischer, Hans Bayer, Bernd Hahne, Karlheinz Tafel, Josef Tratnik

Mützenich ist ein Dorf in der Schnee-Eifel, ein 90-Seelen-Dorf. Bürgersteige, die nachts hochgeklappt werden, gibt es erst gar nicht. Es gibt auch keinen Arzt und keine Polizeistation, keine Gaststätte und keinen Einkaufsladen und noch nicht einmal einen Kiosk, um sich mit der täglichen Zeitung versorgen zu können. Ein Ort wie geschaffen, um nachzudenken über den alten Traum vom Landleben. Um den Erzählungen der Dorfbewohner von der Wirklichkeit des Landlebens zuzuhören. Um den Konzerten der Vögel zu lauschen oder dem Gespräch der Bäume. Auch die Geräusche des 2. Weltkriegs sind in dieser Gegend noch deutlich zu vernehmen. In dem Nachbarort Winterspelt lässt Alfred Andersch seinen gleichnamigen Roman über die Kriegsereignisse in der Eifel spielen. In einem anderen Nachbarort, Buchet, hatte der Schriftsteller Ernest Hemingway nach der Erstürmung des Westwalls als offizieller Kriegsberichter der 4. US-Infanterie-Division sein Quartier. Hier kam ihm auch die Idee zu seinem Buch "Über den Fluss und in die Wälder". Christian Linder erkundet eine der abgelegensten, fernsten Gegenden Deutschlands. Dass man die Ferne in der nächsten Nähe aufsuchen kann, wusste schon Alfred Andersch: "Poesie ist Gefühl der Ferne, oder sie ist keine."

Anmerkung: Wunderschöne Gedanken - gespickt mit historischen Details der Schnee-Eifel (Ernest Hemingway spielt dabei eine für mich überraschend äußerst häßliche Rolle).

Personen (wahr): Alfred Andersch, Ernest Hemingway
Personen (fiktiv):
Geographischer Bezug: Europa, Deutschland, Mützenich