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2003-074-
Die Verlobten - eine mailändische Geschichte aus dem 17. Jahrhundert
von Manzoni, Alessandro

Westdeutscher Rundfunk 2003 [148'/136MB]

Hörspiel (Drama, Geschichte)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Leist, Claudia Johanna
Bearbeitung: J. Monika Walther und Vibeke Peusch (Bearbeitung)
Übersetzung aus dem: Italienischen
Sprecher: Michael Evers, Sylvester Groth, Anna Thalbach, Angelika Bartsch, Horst Bollmann, Rosemarie Fendel, Ernst August Schepmann, Martin Reinke, Thomas Thieme, Rudolf Wessely, Hermann Lause, Axel Milberg, Bernt Hahn, Bernd Kuschmann, Steffen Laube, Heinz Walter, Tom Zahner, Thomas Lang, Viktor Weiß, Gina Schmitz, Elenor Holder, Patricia Harrison, Gabriele Blum, Bert Oberdorfer, Leopold von Verschuer, Rainer Homann, Hüseyin Cirpici, Bruno Winzen, Volker Roos, Hans Peter Hallwachs, Jens Wawrczeck, Reinhart Firchow, Werner Brehm, Philipp Schepmann, Christa Strobel, Walter Renneisen, Markus A. Becker, Götz Argus, Thessy Kuhls, Bodo Primus, Gregor Höppner, Jürg Löw, Volker Niederfahrenhorst, Horst Mendroch u.a.

"Ich habe Ihnen zu verkündigen, dass Manzonis Roman alles überflügelt, was wir in dieser Art kennen" - so Goethes Urteil nach seiner Lektüre von "I promessi sposi". Erzählt wird die Geschichte von Renzo und Lucía, zweier junger Leute aus einfachen Verhältnissen, die heiraten wollen. Ihre bereits geplante Trauung wird jedoch von einem Feudalherren verhindert, der aufgrund einer Wette die Braut für sich gewinnen will. Dem jungen Paar bleibt nur die Flucht. Lucía sucht Schutz hinter Klostermauern, Renzo schlägt sich durch, über Mailand - wo er in die Wirren des "Brotaufstands" gerät - bis ins ferne Bergamo. Der Feudalherr nimmt die Verfolgung auf, um mit eisernem Willen Lucía gefügig zu machen. Renzo und Lucía müssen erst unzählige Hindernisse, Hungersnot, Pest, Entführung und Bekehrung überwinden, bis ihrem gemeinsamen Glück nichts mehr im Wege steht.

Diese private Geschichte der beiden Hauptfiguren führt den Leser auf eine eindrückliche Weise durch die politischen und sozialen Zustände im Herzogtum Mailand unter spanischer Fremdherrschaft. Manzonis Darstellung des einfachen Volkes, besticht durch einen unprätentiösen Realismus. Der Tradition des historischen Romans folgend, gibt sich auch Manzoni nur als Herausgeber dieser angeblich in einer Handschrift aus dem 17. Jahrhundert gefundenen Geschichte aus. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern handelt seine Geschichte jedoch von einfachen und analphabetischen Landsleuten in einer Zeit, die alles andere als heroisch war. "I promessi sposi" hat maßgeblich zur Entstehung einer italienischen Literatursprache beigetragen und gilt als Beginn der modernen italienischen Prosa.

Anmerkung: Ist einfach schön zu hören.

Personen (wahr):
Personen (fiktiv):
Geographischer Bezug: