Home | Recherche | Hilfe | FAQ | Links | Gästebuch | Forum | Statistik | Kontakt
 
 
2002-069-
Der Untertan
von Mann, Heinrich

Westdeutscher Rundfunk 1971 [348'/159MB]

Hörspiel (Alltag, Biographie, Drama, Gesellschaftskritik, Politik)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Cremer, Ludwig
Bearbeitung: Walter Andreas Schwarz (Bearbeitung), Clara Mondshine (Musik)
Übersetzung aus dem: -> unzutreffend oder unbekannt
Sprecher: 1. Erzähler (Walter Andreas Schwarz), 2. Erzähler (Heiner Schmidt), Diederich Hessling (Heinz Drache), Herr Hessling (Heinz von Cleve), Frau Hessling (Irmgard Först), Herr Göppel (Walter Jokisch), Agnes Göppel (Veronika Bayer), Mahlmann (Herbert Reinbacher), Sophie (Magda Hennings), Berta (Ursula Burg), Gottlieb Hornung (Ludwig Thiesen), Präsident (Werner Hessenland), Wiebel (Wolfgang Forester), Stöbier (Josef Meinertzhagen), Stabsarzt (Alf Marholm), Sanitätsrat (Rudolf Jürgen Bartsch), Oberstabsarzt (Hans Peter Thielen), 1. Student (Peter Danzeisen), 2. Student (Günter Dybus), 3. Student (Harry J. Bong), Herr von Barnim (Manfred Heidmann), Emmi (Gisela Zoch), Buck (Ernst Fritz Fürbringer), Magda (Marianne Mosa), Scheffelweiss (Karl Lieffen), Jadason (Kurt Lieck), Pastor Zillich (Eva Garg), Mädchen (Giselheid Hönsch), Regierungspräsident von Wulkow (Robert Meyn), Dr. Heuteufel (Werner Rundshagen), Fabrikbesitzer Lauer (Alwin Joachim Meyer), Majo Kunze (Hans Caninenberg), Kühnchen (Raoul Wolfgang Schnell), Nothgroschen (Matthias Ponnier)

Erzählt wird die Geschichte des Bürgers Diederich Heßling, von frühester Kindheit bis zur gesicherten Stellung in seiner Heimatstadt Netzig: die Träume des Kindes, die Erfahrungen des Schülers und Studenten, Demütigung und erste Liebe, die Militärzeit, die Heßling als "Drückeberger" übersteht, seine Prägung durch die nationalkonservative Massenstimmung. Heßling ist Agitator am heimischen Stammtisch. Familie und Betrieb werden mit starker Hand geführt, das Proletariat diffamiert und die Erschießung eines Demonstranten begrüßt. Heßling sagt auch als Zeuge in einem Prozess gegen einen jüdischen Mitbürger wegen Majestätsbeleidigung aus, er betätigt sich als Intrigant und geschickter Liebediener des Regierungspräsidenten, bis ihn am Ende geheime Machenschaften in den Besitz der Aktienmehrheit an einer Papierfabrik und eines hohen Ordens bringen. Heßling ist damit zugleich Tyrann und Untertan, das Erleiden institutioneller Macht verschafft ihm persönlichen Machtbesitz. Heßlings Maxime: Wer treten will, muss sich treten lassen.

Anmerkung:

Personen (wahr):
Personen (fiktiv):
Geographischer Bezug: Europa, Deutschland