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2001-192-
Träume
von Eich, Günter

Nordwestdeutscher Rundfunk 1951 [71'/65MB]

Hörspiel (Grusel)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Schröder-Jahn, Fritz
Bearbeitung: Siegfried Franz (Musik)
Übersetzung aus dem: -> unzutreffend oder unbekannt
Sprecher: Zwischentexte: Erich Schellow, Annegret Lerche, Uralter 1. Traum (Eduard Marks), Uralte 1. Traum (Lotte Klein), Enkel 1. Traum (Wolfgang Rottsieper), Frau 1. Traum (Jo Wegener), Mann 2. Traum (Max Walter Sieg), Frau 2. Traum (Louise Dorsay), Herr 2. Traum (Helmut Gmelin), Dame 2. Traum (Inge Schmidt), Vater 3. Traum (Herbert A. E. Böhme), Mutter 3. Traum (Marie Janke), Nachbarin 3. Traum (Inge Meysel), Bürgermeister 3. Traum (Helmut Peme), Stimme 3. Traum (Hermann Kner), Peter 4. Traum (Gerd Martienzen), Michael 4. Traum (Richard Munch), Koch 4. Traum (Heinz Suchantke), Farbiger 4. Traum (Joseph Dahmen), Mutter 5. Traum (Mirjam Horwitz-Ziegel), Tochter 5. Traum (Dagmar Altrichter), Bill 5. Traum (Dietrich Haugk), Professor 5. Traum (Wilhelm Kurten), Ansager 5. Traum (Hans Joachim Richter)

1.Traum:
Eine Familie aus Uralten, Alten und Kindern fährt, offenbar schon seit Jahrzehnten, im dunklen Güterwagen durch eine Welt, die es nicht gibt, da sie der Erinnerung der Eingeschlossenen längst entschwunden ist.

2. Traum:
In China verkaufen arme Eltern ihr sechsjäriges Söhnchen an einen reichen Greis, dem das Blut des Kindes sein Leben verlängern soll.

3. Traum:
In einer australischen Siedlung erwarten die Einwohner in Todesangst "den Feind". Das Haus, in das er einzieht, wird von ihm mit allem Inhalt in Besitz genommen.

4. Traum:
Zwei Forscher im afrikanischen Busch verlieren nach einem köstlichen Essen Gedächtnis und Sprache.

5. Traum:
Termiten benagen in unersättlicher Freßgier alles, höhlen jedes Ding und jeden Körper unbemerkt von innen her aus. Das geschieht drei Menschen in ihrer Wolkenkratzerwohnung in New York.

Anmerkung: "Albträume" würde als Titel wohl eher passen...

"Die Ursendung von Günter Eichs Hörspiel "Träume" am 19. April 1951 begann um 20.50 Uhr, etwas später als gewöhnlich, "weil man die Kinder schon in den Betten wissen" wollte. Eine "mörderische Angelegenheit" sollte es laut "Spiegel"-Vorbericht werden, und tatsächlich schien es dies für manche zu sein; der Nordwestdeutsche Rundfunk in Hamburg erhielt wütende Telefonanrufe und Beschwerdebriefe: "Wir haben da eben Ihr Hörspiel gehört, von dem Eich. Kann man den Mann nicht einsperren?" - Fünf Szenen geben fünf Albträume wieder. Die Szenen spielen je in einem der fünf Kontinente, und vor jeder wird in der nüchternen Sprache einer Nachricht von irgendeinem harmlosen Menschen berichtet, der den jeweils folgenden Albtraum erleidet. ("Vermutlich werden die angenehmen Träume dieser Welt von Schurken geträumt.") Ferner stehen am Anfang und Schluss des Hörspiels und zwischen den Szenen Gedichte mahnenden, ja beschwörenden Charakters. 15 Jahre lang blieben die "Träume" in Hamburg unwiederholt. Neuproduktionen indessen folgten sofort: zunächst 1951 der HR in Frankfurt. 1954 folgte der SWF Baden-Baden, erstmals mit den berühmt gewordenen Schlusszeilen "Seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt".

Personen (wahr):
Personen (fiktiv):
Geographischer Bezug: