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2001-173-
Raumschiff Titanic
von Adams, Douglas

Südwestrundfunk 1999 [141'/65MB]

Hörspiel (Komödie, Science Fiction)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Schuhmacher, Alexander
Bearbeitung: Robert E. Schoen (Bearbeitung), Fred Frith (Musik)
Übersetzung aus dem: Englischen
Sprecher: Gat (Christoph Lüdke), Erzähler (Martin Seifert), Dan (Frank Stöckle), Nettie (Nina Weniger), Lucy (Frauke Poolman), Nigel (Samuel Weiss), Der (Jens Wawrczeck), Rimanquez (Hannes Fischer), Türboter und Büffelbürz (Hans Diehl), Leovinus (Charles Wirths), Diensboter und Purzenhakken (Gerd Andresen), Liftboter und Stroud (Michael Habeck), Empfangsboter und Prof. Lindstrom (Ernst August Schepmann), Sewboter und Golholiwol (Heinrich Giskes), Gondoliere und Hackett (Hubertus Gertzen), Bombe (Susie Müller), Medizinisches Zentrum und Elektronische Gebrauchsanweisung (Christiane Bachschmidt), Bollfaß (Gerlach Fiedler), Frau Bollfaß (Christine Davis), Nancy (Nele Woydt)

1. Teil:
Irgendwo in der Ferne des Weltalls liegt der Planet Blerontin. Dort steht das neue Raumschiff "Titanic" zum Stapellauf bereit - besser und schöner als alles was die Weit zuvor gesehen hat und Grund genug für den intergalaktischen Rat, die Sache zum Fischpaste-Ereignis" zu erklären. Kurz vor dem Start huscht Leovinus, der blerontinische Architekt des Schiffes, noch einmal in das Raumschiff, doch was er dort sieht, ist alles andere als eine Fischpastete wert: Bauschutt und Kabel überall. Die mit verschiedenen Charakteren ausgestatteten Serviceroboter verhalten sich merkwürdig und das Cyberintelligenzsystem Titania, Kopf und Herz des Raumschiffs ist defekt. Leovinus wittert einen Versicherungsbetrug seines Projektleiters. Bevor er irgend etwas unternehmen kann, hebt das Raumschiff jedoch ab. Es zischt in den Weltraum und trudelt orientierungslos durchs All. Der kurze Zwischenstop auf der Erde ist natürlich nicht geplant und noch weniger, daß die drei Erdlinge, Lucie, Nettie und Dan dabei an Bord genommen werden. Ohne Rücksicht auf irdische Bauvorschriften und Lärmschutzmaßnahmen landet die Titanic exakt auf der Mitte eines alten Pfarrhauses und spaltet dieses sauber in zwei Hälften. Als Nettie, Lucy und Dan ihren Schreck überwunden haben und das Raumschiff für einen kurzen Erkundungsgang betreten, fliegt es unvermutet los. In Bruchteilen von Sekunden lassen Nettie, Lucy und Dan die Erde hinter sich, während der blerontinische Architekt Leovinus und Netties Freund Nigel auf der Erde zurückbleiben. Verzweifelt versuchen die drei Erdlinge nun, herauszufinden, wie man die Titanic zur Erde zurück steuern könnte. Der Kapitän soll dabei helfen. Dummerweise steht ihnen jedoch nur ein Zweiter-Klasse Ticket zu, und damit kommt man nunmal nicht auf die Kommandobrücke. Pech! Die Serviceroboter an Bord der Titanic stellen sich stur. Ohne blerontinisches Geld und ohne die intergalaktische Golden Credit Card gibt es kein Entkommen.

2. Teil:
Während die Erdlinge mitten im Weltraum über die Details ihrer Reisebuchung verhandeln, wird es auf einmal kalt an Bord der Titanic, und das Atmen fällt immer schwerer. Auch das Klima zwischen Lucy und ihrem Freund Dan kühlt merklich ab. Erst als eine Bombe anfängt zu ticken, weckt dieTodesgefahr heiße Gelüste in Lucy. Sie gelten jedoch nicht Dan, sondern einem blerontinischen Journalisten, den Lucy an Bord entdeckt hat. Und der ist ziemlich verblüfft über die irdische Schnelligkeit von Lucys erotischer Attacke. Die zunehmende Kälte und der weiter sinkende Sauerstoffanteil in der Luft werden unterdessen immer bedrohlicher. Da taucht plötzlich eine alte hutzelige Frau auf und bringt mit einem gewissen "Dingsbums" neuen Schwung in die Verhandlungen mit den Servicerobotern. Wenig später scheint jedoch die Höhergruppierung in die erste Klasse, wo es mehr Sauerstoff gibt, ein vergleichsweise kleines Problem, denn die Bombe tickt und tickt.

3. Teil:
Da es sich um eine der fortschrittlichsten Bomben überhaupt handelt, spricht sie ihren Countdown selbst, und das bringt Dan auf eine ebenso geniale wie simple Idee. Rettung ist dennoch nicht in Sicht. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß dias hypermoderne Raumschiff keinen Kapitän an Bord hat. Statt dessen stehen auf der Kommandobrücke lauter Video-Monitore mit Computerspielen, die dem zukünftigen Kommandanten die Langeweile vertreiben sollen. Eines der Monitorbilder wirkt bei näherer Betrachtung allerdings vollkommen real, und das vermeintliche Spiel ist plötzlich nicht mehr besonders amüsant.
Kapitän Bolfass, der Anführer der angreifenden Yassakanier pulverisiert ohne jegliche Zwischenfragen Lucy, Dan und den Journalisten mit seiner SV-Pistole zu kosmischem Staub. (Sobald Sie hören, was SV bedeutet, werden Sie wissen, warum die Geschichte auch jetzt nicht auf Lucy, Dan und den Journalisten zu verzichten braucht).

4. Teil:
Dank Netties umwerfendem Charme ist Kapitän Bolfass zwar bereit, die Erde was auch immer das sein mag) anzusteuern, doch ohne das zentrale Intelligenzsystem der Titanic, die "Titanic" instand zu setzen, ist das unmöglich. Und das entscheidende Ersatzteil ist beim besten Willen nicht aufzufinden. Ein sprechender Papagei bringt die Besatzung der Lösung unvermutet ein Stück näher. Alles könnte jetzt ganz einfach sein, wenn nicht die Bombe wieder zu ticken beginnen würde. Diesmal zählt sie ihren endgültig letzten Countdown. Inzwischen stellt sich der Besatzung ein nicht zu verachtendes logisches Problem. Das fehlende Ersatzteil ist möglicherweise auf der Erde geblieben. Das bedeutet: um auf die Erde zurückzukommen, muß man vorher auf die Erde zurück, und selbst wenn sich diese Falle aufbrechen ließe, wo liegt eigentlich dieser verdammte Planet? Ohne Weltraumkarte sieht Kapitän Bolfass keine Chance, Netties Heimat zu finden. Vorsorglich stellen sich Nettie, Lucy und Dan schon mal auf ein langes Leben im fernen Weltall ein.

5. Teil:
Daß ausgerechnet die dumme Nettie am Ende die rettende Idee hat, hätte keiner vermutet. Ihre fotografische Langzeitbelichtung des alten Pfarrhauses ist auf einmal weit mehr als ein kitschiges Erinnerungsbild. Dan ist jedenfalls sehr beeindruckt, und, da Lucy sich inzwischen gut mit dem Journalisten versteht, und Nigel gar nicht mehr an Netties Rückkehr geglaubt hat, ist nicht einzusehen, warum am Ende dieser Geschichte nicht wenigstens eine kleine Veränderung in der Personenkonstellation möglich sein sollte.

Anmerkung:

Personen (wahr):
Personen (fiktiv):
Geographischer Bezug: