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2009-009-
Ausbruch
von Frank, Heinz-Joachim

Süddeutscher Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk 1973 [59'/54MB]

Hörspiel (Science Fiction, Weltanschauung)
-> Einzeltitel [keine Serie] 

Regie: Weber-Schäfer, Andreas
Bearbeitung: Klaus Wunderlich (Musik)
Übersetzung aus dem: -> unzutreffend oder unbekannt
Sprecher: Natascha (Kornelia Boje), Gordon Feldmann (Gerd Baltus), van Leuben (Peter Roggisch), Andrea Feldmann (Ingrid Birkholz), Antonio (Hermann Treusch), Direktor (Gert Tellkampf), Dr. Müller (Heinz Jörnhoff), Erster Nachrichtensprecher (Jochen Nix), Zweiter Nachrichtensprecher (Siemen Rühaak)

"Ein Forscherteam wird zu Testzwecken in ein Tiefsee-U-Boot gebracht. Die Hypnose, der sie sich zu diesem Zweck unterziehen, ist in Wahrheit ihr biologischer Tod. Das jedoch decken sie für sich selbst erst nach und nach auf, und die Vermutung des Teams, daß sie Simulationen in einer simulierten Umwelt sind, bewahrheitet sich ihnen u.a. dadurch, daß alle Salze im U-Boot ausschließlich tetragonal kristallisieren und daß Seifenblasen nicht schillern, Interferenzen also nicht in die Simulation ihrer Umwelt mit einprogrammiert wurde. Für die objektiv Toten hat sich subjektiv nichts geändert: Sie fühlen und erfahren sich selbst als Individuen. Ihre Gehirnstruktur wurde gespeichert und diese Speicherung als simultane Simulationsgrundlage in einer simulierten Umwelt verwendet. Können - so fragt der Autor - solche "Sims", da sie nun einmal aus einer wissenschaftlich möglichen, aber gesellschaftlich nicht restlos gerechtfertigten Experimentalsituation als biologisch Tote, aber mental und emotional lebendige Individuen hervorgegangen sind, ihr Recht auf soziale Existenz behaupten? Kein "Ausbruch" also, sondern ein Aufbruch ins Unbekannte - und schließlich jenes Kalkül: Könnte unsere Welt nicht auch eine Simulation sein, so daß die Regeln dieser Simulation dann unsere Naturgesetze wären?"
Dieter Hasselblatt

Anmerkung:

Personen (wahr):
Personen (fiktiv):
Geographischer Bezug: